Schatten und Licht
  Im Wald
 

 

Piepsend wurde Eleusi von ihrem Wecker geweckt. Eleusi nahm das Ding und schmetterte es an die Wand. Sofort erstarb das piepsen. Ich kauf mir nach der schule sowieso einen neuen dachte sie. Gähnend stand sie auf, schlupfte ungeschickt in ihre Morgenpantoffeln  und schlurfte die knarrende Treppe hinunter zum Frühstück. Ihre Adoptivmama telefonierte mit jemandem und stopfte sich in den Sprechpausen Müsli in den Mund. Ein böses Ohmen dachte Eleusi besorgt. Sie nahm sich eine Schüssel Milch und Müsli und setzte sich an den kleinen  Tisch in der Mitte der Küche. Dann füllte sie die Schüssel bis zum Rand mit Milch schmiss zwei Haferflocken hinein und sah ihnen zu wie sie durch ihr weißes Meer trieben während sie darauf wartete, dass ihre Mutter das Gespräch beendete und die Worte aussprach die in der Luft hingen. Das tat sie schließlich auch. ,,Gerade hat mein Chef angerufen. In der Firma ist ein Systemfehler aufgetreten und wenn der nicht schnell behoben wird kann heute nicht produziert werden.“ Sie nahm ihre Tasche gab Eleusi einen Kuss auf die Stirn und rauschte zur Tür hinaus. So fiel zum Ich-fahr-dich-Schwur dachte Eleusi wütend während sie die Haferflocken rausfischte und die Milch trank. Ihre Mutter arbeitete im Porschewerk und war für die Fehler und Probleme der Maschinen, Roboter und Computer zuständig. Sie verdiente sehr gut, deshalb standen auch zwei Porsche der neuesten Serie in ihrer Hofeinfahrt. Einer für ihre Mutter und einer für ihren Vater, doch der wurde neulich betrunken in der 30iger Zone erwischt in der er 60ig gefahren war. Den konnte also Eleusi auch nicht fragen. Sie musste also zur Schule laufen. Leider hatte Eleusi auch ihren Führerschein noch nicht. Wie auch mit 16.

Eleusi ging zurück in ihr Zimmer und wühlte in ihrer Kommode. Schließlich zog sie eine weiße Hose aus dünnem Stoff und ein blaues T-shirt an, da es draußen sehr warm war und im laufe des Tages noch wärmer werden würde. Sie ging ins Bad, putzte sich die Zähne und kämmte ihre Haare. Dann betrachtete sie sich im Spiegel. Ihre fast schon unnatürlich goldblonden Haare schimmerten im rötlichen Licht des Sonnenaufgangs das durch das Fenster fiel. Geschminkt hatte sie sich nicht da es keine Pickel gab die sie hätte überdecken müssen. Ihre Augen schimmerten in allen erdenklichen Blautönen. Innen hell außen dunkel. Sie stopfte ihre Schulsachen in ihre Tasche und verlies das Haus. Sie wollte ihre Freundin Lena abholen die nur zwei Häuser weiter wohnte. Eleusi klingelte doch nicht Lena öffnete sondern ihre Mutter. ,,Hallo Eleusi. Tut mir Leid aber Le…“ ein Kopf schob sich an ihr vorbei. Es war Lena und sie sah nicht gut aus. ,,Hi El. Sorry aber ich bin krank und kann leider nicht in die Schule. Musst heut allein los.“ Hustend verschwand sie wieder. Auch Eleusi ging. Nur Lena durfte Eleusi El nennen, da die Blonde diese Abkürzung eigentlich nicht so sehr mochte.

Wütend trat Eleusi gegen eine leere Coladose die erst gegen einen Stein flog und dann an Eleusis Schienbein, bevor sie an ein Auto prallte. Eleusi und das Auto beschwerten sich lautstark. Plötzlich stand eine alte Frau an einem Gartentor. Sie fuchtelte wütend mit einem Stock und beschwerte sich darüber wie wenig Anstand und Respekt die heutige Jugend habe. Bevor auch noch der Besitzer des lärmenden Autos kam um den Einbruchsalarm abzuschalten flüchtete Eleusi. Schnell lief sie zwischen Häusern hindurch, über leere Straßen, durch enge Gassen und an Stirn runzelnden Passanten vorbei. Sie hörte erst auf zu rennen als sie in dem unheimlichen Wald war durch den ihr Schulweg führte. Schnaufend blieb sie stehen. Plötzlich raschelte etwas hinter ihr. Sie drehte sich um doch da war nichts. Besorgt lief sie los. Jemand folgte ihr und passte sich immer ihrem Tempo an doch wenn sie sich umdrehte war niemand zu sehen. Schließlich rannte sie. Fast war sie da, nur noch zwei Meter, doch etwas Hartes traf sie am Kopf und brachte sie aus dem Gleichgewicht. Sie stolperte und landete hart im Dreck. Jemand hob sie hoch, doch sie konnte nicht sehen wer es war. Schließlich wurde sie ohnmächtig.

 

 
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