Schatten und Licht
  Doste
 

 

Eleusi lief lange und ohne Pause, bis die Sonne schon tief stand und lange Schatten warf.  Dann endlich kamen Mauern aus Stein in Sicht. Ein triumphierendes Lächeln schlich sich auf Eleusis Gesicht und plötzlich spürte sie wie müde sie war. Sie lief weiter bis zu Mauer, dann sah sie an ihr entlang. Sie vertraute ihrem Bauchgefühl und lief nach link. Das wilde wuchern der Pflanzen am Boden verschwand. Die Bäume schienen nun gleichmäßiger zu wachsen und irgendwie sahen alle gleich aus. Es dauerte nicht mehr lange, dann erreichte Eleusi die Tore der Stadt. Sie standen offen, deshalb ging Eleusi einfach durch. Je weiter sie in die Stadt ging, desto mehr Leute liefen umher. Sie schienen es alle eilig zu haben. Eleusi entdeckte eine Frau die mit geschlossenen Augen mitten auf der Straße stand. Vorsichtig ging Eleusi auf sie zu ,,Entschuldigung, aber können sie mir sagen wie ich zu Fürstin Elvana komme?“ Die Frau öffnete ihre moosgrünen Augen und lächelte Eleusi freundlich an ,,Du läufst diese Straße entlang bis zu ersten Abzweigung nach rechts. Der Weg führt zum Marktplatz, den du überqueren musst. Nach dem letzten Stand läufst du einfach weiter zur Mauer und dann wieder nach rechts. Es ist das dritte Haus auf der linken Seite und das Vorletzte in der Straße“ erklärte ihr die Frau dann schloss sie die Augen wieder. Eleusi folgte dem Weg, bis rechts ein kleiner Gang zwischen den Häusern hindurchführte. Sie lief ihn entlang und überquerte dann den überfüllten Markt. Als sie hinter dem letzten Stand hervor schlüpfte, war die Straße wie leer gefegt. In einiger Entfernung sah sie wieder die Stadtmauer von Doste. Sie lief an leeren Straßen vorbei, bis zur letzten Abzweigung, dann zählte sie die Häuser. Eins, zwei, drei. Erleichtert blieb sie vor einem Haus stehen, das bis auf ein paar besondere Ornamente genau so aussah wie die anderen Häuser. Eleusi nahm den schweren Türgriff in die Hand und klopfte. Schnell wurde ihr geöffnet. Eine schlanke Frau mit hochgebundenen braunen Haaren und genau so braunen Augen öffnete ihr. Erst sah die Frau sie verständnislos an, dann hellte sich ihr Gesicht auf, als sie den Ring an Eleusis hand bemerkte. ,,Ihr müsst Eleusi sein. Aventra hat uns über eure Ankunft bereits in Kenntnis gesetzt. Fürstin Elvana ist leider gerade beschäftigt, aber so wie ihr Ausseht könnt ihr ein wenig Schlaf gebrauchen. Kommt herein.“ Die Frau trat zur Seite und schloss die Tür nach dem Eleusi das Haus betreten hatte. Die Frau ging voraus, die Treppe nach oben und führte Eleusi in eine Art Gästezimmer, dessen vierte Wand ganz aus Glas bestand, so dass die Sonne rötliches Licht hinein warf. Das Zimmer war nur mit dem nötigsten Ausgestattet: ein Bett, ein langer Tisch mit zwei Stühlen und ein großer Schrank. Eleusi riss begeistert die Augen auf und lies sich sofort auf das weiche Bett fallen. Es war sogar eine Federmatratze darauf. Die Frau wünschte Eleusi eine angenehme Nacht und schloss dann die Tür. Es dauerte nicht mehr lange, dann war Eleusi eingeschlafen.Warme Sonnenstrahlen weckten Eleusi am nächsten Morgen. Kaum war sie wach, betrat auch schon die Frau von gestern, das Zimmer mit einem Tablett ,,Guten Morgen Eleusi. Hier ist euer Frühstück und eine Waschschüssel. Im Schrank ist frische Kleidung.“ Sie stellte das Tablett ab, verbeugte sich kurz und verlies dann wieder das Zimmer. Seufzend schlug Eleusi die Decke zurück und ging zu ihrem Frühstück. Es war der selbe Haferbrei mir Früchten den sie im Gefängnis gegessen hatte, aber zusammen mit der gemütlichen Stimmung, schmeckte es ihr sogar. Als die Schüssel leer war, beugte Eleusi sich über die Waschschüssel und betrachtete sich. Ihre Haare waren zerzaust und verklebt, ihr Gesicht dreckig und sie hatte violette Ringe unter den Augen. Eleusi wusch sich anständig und betrachtete sich dann erneut in dem kläglichen Rest Wasser. Wirklich besser war das Ergebnis nicht. Seufzend wandte sie sich an den Schrank und öffnete ihn . Es war ein Wunder das er nicht schon von alleine aufgegangen war, den er war randvoll mit Klamotten. Eleusi nahm ein paar Dinge heraus, die ihr passen könnten und probierte sie an. Das Oberteil war zu kurz die Hose zu lang, also probierte sie das nächste an. Auch das passte nicht. Es dauerte eine Weile bis sie das richtige fand: ein langes braunes Oberteil mit V-Ausschnitt und weiten Ärmeln und eine Hose die an den Knien enger war und nach unten hin weiter wurde. Sie zog passende Stiefel an, legte ihre alten Sachen vorerst auf das Bett und verlies dann den Raum. Im Gang wartete bereits die Frau von gestern. Heute trug sie ihre haare offen und diese fielen geschmeidig an den spitzen Ohren vorbei, die sie gestern verdeckt hatten. Elfe fiel es Eleusi endlich auf ,,Fürstin Elvana erwartet euch bereits“ meinte die Elfe und führte sie die Treppe nach unten, hinaus in den Garten. Elvana stand vor einem fröhlich plätschernden Brunnen ,,Fürstin Elvana, Eleusi ist hier.“ Sagte die Elfe und trat beiseite. Elvana drehte sich zu den beiden um und ihr langes grünes Kleid bauschte sich im Wind der Drehung auf, bevor es sic wieder sanft legte.  ,,Wunderbar“ sagte Elvana ,,Naim du kannst gehen“  Die Elfe, Naim, verbeugte sich knapp und verschwand dann im Haus ,,Es ist schön, das du endlich in dieser Welt bist. Wir hatten ebenfalls nach dir gesucht, aber Bronze war leider schneller.“ Elvana schüttelte traurig den Kopf ,,Freude und Trauer gleichzeitig wogten über die Stadt, als wir von Aventra erfuhren, dass du hier bist. Du musst wissen das sich solche Nachrichten wie ein Lauffeuer in der Stadt verbreiten“ sie seufzte ,,Leider“ sie ging einen Schritt auf Eleusi zu und setzte erneut ein Lächeln auf ,,Es tut mir wirklich Leid für dich, aber du wurdest ungewollt in Ereignisse herein gezogen, die dich eigentlich gar nicht betreffen. Trotzdem brauchen wir dich nun hier, da du die dritte Ringträgerin bist. Deshalb wirst du von einer Gruppe meiner besten Leute ausgebildet. Dort wird deine Ausbildung in Fächern deiner Wahl beginnen. Naim wird dich später zu ihnen bringen.“

 
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